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Ursprünglich wurde der Schützenverein im Mittelalter als Notgemeinschaft zum Zwecke der Selbstverteidigung ins Leben gerufen. Wie viele Städte und Burgen des Münsterlandes so unterstand auch die ehemalige Festung Hausdülmens dem Bischof von Münster als derzeitigen Landesfürsten.
 

Die Burgmannschaft musste in Zeiten der Gefahr auf schnellstem Wege die Burg aufsuchen und sie verteidigen. In größeren Städten gliederten sich die Schützen nach Zünften und Ständen, was hier in Hausdülmen nicht der Fall gewesen sein dürfte.
 

Mit dem aufkommen der Feuerwaffen trat die Art der Selbstverteidigung mit der Waffe in der Hand hinter der Mauer der Burg immer mehr in den Hintergrund, zumal sich die Landesfürsten jetzt großer Scharen Landsknechte und Söldnern auf Ihren Kriegszügen bedienten. Die bisherige Art der Selbstverteidigung war mehr oder weniger zwecklos geworden.
 

Das Schützenwesen formte sich zu einer Gemeinschaft um, die Geselligkeit, Spiel und Tanz pflegte. Hierauf sind auch die ersten Schützenfeste zurückzuführen , natürlich auch hier in Hausdülmen.
 

Leider lässt sich das Gründungsjahr unseres Vereins nicht genau festlegen, da die Beweise hierfür fehlen. Es ist allerdings anzunehmen das der Verein viel älter ist als die älteste Königsplakette ausweist, die aus dem Jahre 1837 stammt.
 

Einige Traditionen aus der damaligen Zeit bestehen auch heute noch. Auch in der damaligen Zeit blieb es nicht aus, das viele Auswärtige die Hausdülmener Mädchen freiten. Hierfür mussten Sie entweder einen Bullenkopp Bier (12 Liter) und 3 Liter Schnaps an die hiesigen Junggesellen zahlen, oder wurden in feierlichem Zeremoniell über das Brückengeländer bei Gelschefarth in den Bach geworfen. Erst danach wurden sie in der Dorfgemeinschaft willkommen geheißen.
 

Derzeit gehören rund 700 Schützenbrüder dem Verein an. Frauen ist es nach altem Brauch nicht gestattet dem Verein beizuwohnen, dennoch sind sie oftmals gern gesehene Gäste auf dem jährlichen Fest.
 

Nach dem täglichen Antreten am Burgplatz gehört selbstverständlich das Abholen des amtierenden Königs und seiner Gattin dazu, die für die "Wegzehrung" der Schützen Sorge zu tragen haben.
 

Am 2. Tag des 3-tägigen Festes wird ein neuer König an der Vogelstange ausgefochten. Der beste Schütze erhält die Königswürde. Der König hat für das Wohlergehen seiner Untergebenen zu Sorgen. Um sicher zu gehen das sich dies an den folgenden Festtagen nicht ändert, versuchen die Schützen ihren König nach dem Fest wohlbehalten in sein trautes Heim zu bringen. Soweit wir uns erinnern können, ist dies in den vergangenen Jahren mehr oder weniger geglückt.
 

Zum Ende des Festes am 4.Tage beginnt das traditionelle Eier essen. Vorher müssen diese natürlich aus dem ganzen Dorf zusammengetragen werden, wobei sich alle Schützen die es noch schaffen in Gruppen zu laufen, sich zusammen schliessen und losziehen.
 

Nach gemeinsamen Eier backen im Festzelt nimmt dann das Schützenfest dann auch langsam sein Ende....für ein Jahr...